Margot Käßmann tut es,

Heinrich Bedford-Strohm, der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, tut es,

und manch eine Familie in unserer Gemeinde tut es auch:

jeden Abend um 19 Uhr das schöne alte Lied „Der Mond ist aufgegangen“ singen.

Wir können zwar keine Italiener werden,

aber singen können wir auch –

von unseren Balkonen oder vor der Haustür,

allein und miteinander, von weitem,

schön oder schräg, aber von Herzen,

mit Blockflöte, Geige oder Gitarre.

 

Ich liebe dieses Lied.

Es hüllt einen ein

am Abend eines Tages, der war, wie er war.

Es hilft dabei, ruhig zu werden.

Es schaut die Schönheit der Schöpfung.

Es lächelt über uns, die wir uns manchmal für so klug halten.

Es weiß auch: Die Welt ist so, dass sie uns manchmal Angst macht,

uns vor Sorge nicht schlafen lässt.

Doch es vertraut auf Gott,

auf sein Heil, seine Barmherzigkeit, seinen Frieden.

 

Wer kein Gesangbuch zu Hause hat, kann den Text im Internet finden, auch auf der Seite der Evangelischen Kirchen in Deutschland (EDK) unter „Balkonsingen“.

Und wen bei der letzten Strophe die alleinige Nennung der Brüder stört, kann getrost singen: „So legt euch, Schwestern, Brüder, in Gottes Namen nieder …“.

 

Ich freue mich, wenn heute Abend unsere Stimmen zusammenklingen,

 

Ihre Pfarrerin Kerstin Laubmann