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Die Gottesdienste im Kirchenjahr


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Das Kirchenjahr

In der Kirche gehen die Uhren anders. Das mag einigen schon lange klar sein, aber eines stimmt wirklich: In der Kirche gilt noch einmal ein anderer Kalender als sonst üblich. In der Kirche feiern wir das Kirchenjahr.
Das Kirchenjahr beginnt mit dem 1. Advent, mit der Vorbereitung auf Weihnachten, auf die Geburt Jesu Christi. Im weiteren Verlauf erinnert das Kirchenjahr an Stationen im Leben Jesu - an die drei Weisen oder Könige an der Krippe zum Beispiel, an sein letztes Mahl mit seinen Jüngern, an seinen Tod und seine Auferstehung -, aber es nimmt auch wichtige Erfahrungen von uns Menschen auf - die Ernte, das Nachdenken über das eigene Leben und seine Richtung, die Erfahrung von Tod und Trauer.
So wird das Kirchenjahr von Festen begleitet, erhält durch sie seinen Rhythmus, seine Gestalt und seinen Sinn.
Und wer das Kirchenjahr mit seinen Festen mitfeiert, der oder die kann vielleicht erfahren, wie die alten Geschichten auf einmal die eigene berühren, wie die eigene Geschichte in die Heilsgeschichte hineingezogen wird, der eigene Schmerz und die eigene Freude von Gott berührt und verwandelt.

Die Farben des Kirchenjahres

Das Kirchenjahr kann man aber nicht nur feiern, man kann es auch sehen. Von dem französischen Philosophen Joseph Joubert stammt der Satz: „Will man sehr feine Dinge sichtbar machen, so muss man sie färben.“ Im Kirchenjahr kleiden die Kirchen sich ein. Unsere evangelischen Kirchen tun das sehr zurückhaltend, aber sie tun es. Sie kleiden sich ein. Sie legen Farben auf. Nicht einfach, damit es bunter wird. Nicht einfach, damit es neben dem Wort auch `was für’s Auge gibt. Sondern: um etwas sichtbar zu machen. Um etwas einen Ausdruck zu geben, wo es das Wort allein manchmal schwer hat. Um dasselbe in einer anderen Sprache zu sagen. In der Sprache der Seele. Wenn eine Kirche sich einkleidet, dann trägt sie liturgische Farben. So trocken heißt das, was so fein, zu Augen und Herz gehend, daherkommt. Wenn eine Kirche sich einkleidet, dann trägt sie violett oder weiß oder grün oder schwarz oder rot. Das sind ihre Farben. Die Farben des Kirchenjahres. Je nachdem, was wir feiern, woran wir uns erinnern oder was wir zu begreifen suchen.

Besondere Gottesdienste im Kirchenjahr


1. Advent

Der 1. Advent läutet die Adventszeit ein, die Zeit, in der wir uns auf das Weihnachtsfest, auf das Kommen Jesu Christi in unsere Welt vorbereiten. „Macht hoch die Tür“ singen wir fast jedes Jahr am 1. Advent, um uns auf diese Zeit einzustimmen.
Der Gottesdienst am 1. Advent wird traditionell von der Frauenhilfe vorbereitet. In unserer Gemeinde tun das die Frauen des Frauenabendkreises.

Ökumenisches Abendlob

In Remagen findet an jedem Montagabend im Advent um 19 Uhr in der Friedenskirche das mit der katholischen Pfarrei gemeinsam vorbereitete Abendlob statt.

Taizé-Gebete im Advent

An den Donnerstagen im Advent findet morgens um 6.30 Uhr im Gemeindehaus Sinzig ein Taizé-Gebet statt. Anschließend wird gemeinsam gefrühstückt. Um 8 Uhr können alle in der Schule oder auf der Arbeit sein.

Heiligabend

Weihnachten feiern wir, dass Jesus geboren ist und dass Gott in ihm auf die Welt kam.An Heiligabend finden in Remagen, Kripp und Bad Bodendorf drei Familiengottesdienste statt. In der Adventskirche in Sinzig wird um 18 Uhr die Christvesper gefeiert.

Altjahrsabend

Um 17 Uhr laden wir - abwechselnd in Sinzig oder Remagen - ein, das Jahr mit einem Gottesdienst zu beschließen.

Weltgebetstag

Am 1. Freitag im März ist Weltgebetstag. In unserer Gemeinde gibt es an diesem Tag mehrere ökumenische Gottesdienste: in Kripp, Remagen und Sinzig bzw. Bad Bodendorf. Die Gottesdienste werden von Frauen aus der evangelischen und den katholischen Gemeinden vorbereitet, eingeladen sind alle. Weltgebetstagsgottesdienste sind immer sehr lebendig, froh und farbig.
Die Gottesdienstordnung für den Weltgebetstag kommt jedes Jahr aus einem anderen Land der Erde. Weltgebetstag feiern heißt „Informiertes Beten und betendes Handeln“. So verbindet der Weltgebetstag nicht nur Frauen vor Ort, sondern Menschen auf der ganzen Welt.

Gründonnerstag

An Gründonnerstag erinnern wir uns an das letzte Mahl Jesu mit seinen Jüngern - und daran, dass er bei diesem Mahl das Abendmahl eingesetzt hat. An diesem Abend sprach er zum ersten Mal die Worte, die heute bei jeder Abendmahlsfeier gesprochen werden: „Dies ist mein Leib ... Dies ist mein Blut ...“. An Gründonnerstag feiern wir in Sinzig Abendmahlsgottesdienst, und zwar als Tischabendmahl.

Karfreitag

An Karfreitag, dem schwärzesten Tag des Kirchenjahres, erinnern wir uns an den Tod Jesu und suchen jedes Jahr neu zu verstehen, was er für uns - eine jede und einen jeden - bedeutet. Warum Jesu Tod mein Heil sein könnte. Denn so wird es uns verkündigt, und das dürfen wir glauben.

Osternacht und Ostern

Wir wollen in Sinzig die Tradition der Osternacht wieder aufnehmen. Aus dem Dunkel, das einen von der Passionszeit und von Karfreitag her, aber vielleicht auch aus der eigenen Lebensgeschichte her umfängt, das Licht glauben und empfangen, das in die Welt gekommen ist, weil Gott Jesus von den Toten auferweckt hat.

Ostermontag

An diesem Tag ist die Evangelische Gemeinde in die katholische Kirche St. Peter in Sinzig eingeladen. Die evangelische Pfarrerin ist die Predigerin dieses Gottesdienstes.

Konfirmationen

Die meisten Menschen werden als kleine Kinder getauft. Wenn sie noch gar nicht selber Stellung nehmen, noch nicht Ja oder Nein sagen können.
Im Alter von 13, 14 Jahren kann man das: sich mit dem Glauben beschäftigen, Position beziehen, Ja sagen. Das tun die KonfirmandInnen im Konfirmationsgottesdienst: Sie lassen sich taufen oder sagen Ja zu ihrer Taufe, die oft schon Jahre zurückliegt. Und alle werden (noch einmal) gesegnet.Die Jugendlichen gestalten diesen Gottesdienst zu großen Teilen selbst. Er ist damit Ausdruck ihres Glaubens.

Himmelfahrt

„... aufgefahren in den Himmel“ - das beten wir im Glaubensbekenntnis, und das feiern wir an Himmelfahrt: dass Jesus zu seinem Vater, zu Gott gegangen ist. Aber verlassen hat Jesus die Erde oder uns Menschen dennoch nicht: Lukas erzählt, dass Jesus im Gehen die Jünger segnete. Ein Lied singt es so: „Weißt du, wo der Himmel ist, außen oder innen? Eine Handbreit rechts und links, du bist mitten drinnen.“

Pfingstsamstag und Pfingsten

Am Pfingstfest erinnern wir uns daran, wie die nach dem Tod Jesu immer noch verängstigten, sich selbst von der Welt abschließenden Jünger von Gottes Heiligem Geist erfüllt wurden und Türen und Fenster öffneten und zu den Menschen, auf die Plätze gingen und predigten.
Und wie sie dabei eine Sprache sprachen, die alle verstanden.Am Pfingstsamstag ist die Evangelische Gemeinde um 17 Uhr in die Kirche St. Sebastianus nach Bad Bodendorf eingeladen. Der Gottesdienst wird vom katholischen Kollegen, dem Team der Experimentellen Kirche und der evangelischen Pfarrerin vorbereitet, die auch in dem Gottesdienst predigt.

Fronleichnam

In Remagen und Kripp beteiligt sich die Evangelische Kirchengemeinde an der Fronleichnamsprozession der katholischen Schwestergemeinde.

Silberne und Goldene Konfirmation

Damit wollen wir im Jahr 2009 beginnen: Menschen einzuladen, die ein Konfirmationsjubiläum feiern können - in einem Jahr das silberne, also 25 Jahre Konfirmation, im anderen Jahr das goldene.Das Datum dafür ist der 6. Sonntag nach Trinitatis. Wann ist das denn, wollen Sie wissen? Nun, Trinitatis, das Fest der Dreifaltigkeit Gottes, liegt auf dem Sonntag nach Pfingsten. Und am 6. Sonntag danach, da feiern wir Silberne oder Goldene Konfirmation. Warum an diesem Sonntag? Weil die Texte dieses Sonntags um die Taufe kreisen. Das Konfirmationsjubiläum ist eine Möglichkeit, einmal darüber nachzudenken, welche Lebens- und Glaubenswege man seit der Konfirmation gegangen ist. Sich an den eigenen Konfirmationsspruch zu erinnern: Konnte man etwas mit ihm anfangen? Ist er wichtig geblieben oder geworden? Und natürlich ist die Silberne oder Goldene Konfirmation auch eine Möglichkeit, die anderen von damals wiederzusehen; oder, wenn man nicht im Heimatort feiert, neue Menschen kennenzulernen.

Erntedankfest

Manche haben noch einen eigenen Garten. Mit Früchten, die sie selbst ernten und verarbeiten. Die erfahren es mit allen Sinnen, was es bedeutet zu ernten, aber auch, um die Ernte zu zittern.Das Erntedankfest erinnert uns alle, dass es nicht selbstverständlich ist, dass unsere Tische gedeckt sind; dass wir Brot haben; dass frisches und sauberes Wasser aus dem Wasserhahn kommt. Im Erntedankgottesdienst ist darum der Altar geschmückt mit den Gaben des Feldes und der Gärten.

Reformationstag

Am 31. Oktober feiern wir das Reformationsfest. Wir erinnern uns damit an den Anfang der evangelischen Kirche, an Martin Luther, vor allem aber ist am Reformationstag das Wort Gottes groß: Das Wort Gottes, wie es uns in der Schrift des Alten Testamentes (der Hebräischen Bibel) und des Neuen Testamentes bezeugt ist, lässt uns erkennen, wie Gott ist - barmherzig und gnädig - und was er sich von uns Menschen wünscht - dass wir uns immer wieder von ihm und seinem Wort trösten lassen, vergewissern, ansprechen, befragen, in die Verantwortung nehmen und senden lassen. Am Reformationstag findet in unserer Gemeinde ein zentraler Gottesdienst statt, der in der Friedenskirche in Remagen als ökumenischer Gottesdienst gefeiert wird.

Buß- und Bettag

Nicht immer weiterlaufen: Innehalten. Stehen bleiben, ruhig werden, sich umsehen, sich in der Welt, aber auch im eigenen Leben umsehen. Wahrnehmen, was ist. Was nicht sein sollte. Was anders sein könnte. Wofür man beten könnte. Der Buß- und Bettag war einmal ein gesetzlicher Feiertag. Das ist er bei uns nicht mehr. Leider. Aber ein kirchlicher Feiertag ist er immer noch. Wir feiern am Abend des Buß- und Bettag in der Adventskirche in Sinzig einen zentralen Gottesdienst, zu dem auch die katholische Gemeinde eingeladen ist. An diesem Abend predigt der Sinziger katholische Kollege.

Ewigkeitssonntag - Totensonntag

Am letzten Sonntag des Kirchenjahres laden wir die Angehörigen der Menschen ein, die im zurückliegenden Jahr aus unserer Gemeinde verstorben sind. Es werden noch einmal alle Namen vorgelesen und ein Licht zu jedem Namen und jedem Menschen angezündet. In den biblischen Texten dieses Sonntags geht es um das Sterben, um Tod und Leben und um den Sinn. In die eigenen Erfahrungen hinein hören wir die Botschaft von der Auferstehung der Toten und vom Reich Gottes, das bereits angebrochen ist und auf das wir zugleich noch hoffen und warten.


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